Dienstag, 29. Dezember 2015

Mein Kaffeerückblick 2015 ...

... bevor ich in den kommenden Tagen noch einen Kommentar zum Kongress des Chaos Computer Clubs (32c3) veröffentliche, möchte ich meine Kaffeeerfahrungen 2015 sowie meine liebsten Zubereitungsarten und Experimente als Retrospektive festhalten. Grundsätzlich bin ich von Kaffee mit Milch auf rein schwarz umgestiegen, wobei ich hier keine Wertung vornehme - die Kaffeesorte, mit oder ohne Milch & Zucker sind eben Geschmacksache.

Bulletproof Coffee

... Kaffee mit Butter im Mixer zubereitet - macht nicht nur wach sondern auch satt! Leider ist viel Zubehör zu reinigen.

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Iced Coffee vs. Coldbrew

... die Alternativen für heiße Sommertage. Insbesondere der Cooldbrew ist besonders fruchtig und hat kaum Bitterstoffe.

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Tonic vs. Cassis

... Kaffee als Mixgetränk - die Aromen ergänzen fruchtige Kaffeesorten hervorragend. Insbesondere Johannisbeersaft ist ein Geheimtip.

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Setup "Büro"

... für den schnellen Kaffee zwischendurch nutze ich die geerbte Kaffeemühle "Straume" (made in UDSSR) mit einem kleinen V60 Filter.

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Setup "Parks & Recreation"

... daheim & unterwegs nutze ich Aeropress und einen sehr simplen Campingkocher für den Outdooreinsatz.

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Für das Timing der Zubereitung und das Berechnen der Wassermenge nutze ich die App von Kohi. Hier können verschiedene Zubereitungsarten (Aeropress, V60 etc.) als Preset geladen oder auch eigene Rezepte angelegt werden. Über einen Schieberegler wird das Kaffeegewicht eingegeben und die App zeigt dann genau zu welchem Zeitpunkt wie viel Wasser aufgegossen werden sollte.

Meine wichtigste Erkenntnis: Die Röstung sollte nicht länger als 4 Wochen zurückliegen und die Bohne direkt vor der Zubereitung gemahlen werden. Ihr habt noch eine gute Kaffeesorte entdeckt oder nutzt eine innovative Zubereitungsformen? - sagt Bescheid.

Dienstag, 18. August 2015

10. Blog-Geburtstag ...

... nach ersten Gehversuchen im Netz zwang mich zum Ende meiner Studienzeit das bis dahin unbekannte Phänomen des "Kommentar-Spams" zur Aufgabe meiner damals noch auf "Lotus Notes" basierenden Homepage und, quasi als Ersatz, entdeckte am 18.08.2005 dieser Blog das Licht der Internetwelt. Gerade erst gegründet, waren "Wordpress" & "Youtube" noch weitgehend unbekannt, an "Twitter" & "Facebook" war noch nicht zu denken. Trotzdem war diese auf Text und Bild begrenzte aktive Beteiligung spannend. Die noch kleine Communitiy ambitionierter Blogger traf sich zu Lesungen, tauschte sich zu technischen Hürden und möglichem Content aus.

Als rein privater Blog verzichte ich bis heute auf Werbung & Einnahmen und bin der von Google übernommenen Plattform "blogger.com" weiter treu. Auch am Design habe ich in den 10 Jahren wenig geändert und mag es minimalistisch. Vom inhaltlichen Format habe aber auch ich mich anpassen müssen. Mit steigender Reichweite treten persönliche Themen in den Hintergrund und so schafften es, der Statistik folgend, insbesondere die Themen Essen, Musik & Hobby in die Charts. Nachfolgend also die meistgelesenen Posts:

Kategorie Essen & Trinken
1. Veganer Club Mate Kuchen ...
2. Orginal Wiener Garnitur ...
3. Original Thüringer Detscher ...

Kategorie Musik
1. Reingehört! "James Rocky" - Marvin EP ...
2. Reingehört! Pále ...
3. Brandt Brauer Frick ...

Kategorie Hobby
1. Mobil ohne eigenes Auto ...
2. Angeln in Dresden ...
3. Arduino Teabot ...

Nach ein Verlinkung auf das vegane Club-Mate-Kuchen Rezept bei "Spiegel Online" und der "Huffington Post" ist dieser Artikel aus dem Jahr 2012 noch jeden Monat der meistgelesene Artikel - ich hoffe es schmeckt! :-) Hinzugekommen ist noch der Podcast "CoffeeClash" als Gemeinschaftsprojekt.

Der Dank geht heute an meine geduldige Leserschaft! Auf weitere gemeinsame Jahre im Schatten der Social Networks und Premium Content Provider.

Donnerstag, 6. August 2015

Soylent - 7 Tage im Selbstversuch ...

… ein Stück mehr Kontrolle und Transparenz über mich und meinen Körper erhoffte ich mir mit einem Selbstversuch der elementaren Art. Müdigkeit und Kopfschmerzen, deren Ursache ich bislang dem Los der Erwerbsarbeit zuschrieb, wollten auch im Urlaub nicht verschwinden. Dazu dieses gelegentliche Kribbeln in den Armen - ein Zeichen fortschreitenden Alterns?

Eine mögliche Erklärung könnte sich auch in mangelhafter Ernährung finden. Nicht, dass ich mich aufs Kochen nicht verstünde oder die Ästhetik hochwertigen Essens nicht zu schätzen wüste; der überwiegende Anteil ausgewogener Gerichte in Art und Umfang kommen im Alltag eben zu kurz. Wäre es nicht toll, wenn diese vernachlässigten Mahlzeiten wenigstens dem Anspruch an eine ausgewogene Ernährung im Sinne eines Treibstoffs für den Körper genügten?

Wie zufällig hörte ich im Podcast WRINT unter dem Titel "WR438 Soylent Frank“ über die Vorzüge eines minimalistischen Shakes, welcher gemäß EU Norm alle notwendigen Nährstoffe, Vitamine, Spurenelemente etc. enthält und der gemäß persönlicher Bedürfnisse angepasst werden kann. Dieser kann sowohl selbst zubereitet, mittlerweile aber auch fertig im Internet bestellt werden. Da es sich um keine Diät handelt, können Mahlzeiten jederzeit auch durch normales Essen ersetzt und, insbesondere im Hinblick auf die soziale Dimension, eben auch durch Pizza, Burger & Bier! Eben eine Default-Ernährung, welche die Bezeichnung Nahrung verdient.

Ich nutzte für meinen Versuch ein fertiges Produkt von actibest, verteilt auf 4 Mahlzeiten, welches ich am Vortag in Joghurtgläser mit Schraubdeckel aufteilte. Ein Aufgießen mit Wasser und kräftiges Schütteln reichen, zum besseren shaken habe ich mir noch die „Mixing Balls“ auf Amazon geklickt, welche ich einfach mit auf die Gläser verteile.

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Ganz wichtig ist natürlich auch die Frage des Geschmacks. Kurz gesagt: mir schmeckt es richtig gut, wie eben ein Shake, leicht malzig aber nicht so süß wie ein gewöhnlicher Milchshake. Nach einer Woche der Zubereitung mit Wasser habe ich heute auch den Mix mit Milch getestet, welcher einfach umwerfend schmeckt. Viel wichtiger ist aber, dass mein Körper mir niemals Heißhunger signalisierte. Weder ein Bäcker noch gesottene Wegnahrung konnten mich in ihren Bann ziehen. Ich habe gelegentlich einen Apfel oder eine saure Gurke gegessen, überwiegend Wasser, Tee, Kaffee oder auch Saft getrunken. Der Test wurde einmal für ein BBQ mit Kollegen unterbrochen.

Bereits nach wenigen Tagen fühlte ich mich wacher, voller Energie und irgendwie gut. Mein Gewicht habe ich mangels Waage nicht kontrolliert. Aber das war mir für die Woche auch nicht so wichtig. Sollte ich langfristig umsteigen, würde ich mich ärztlich checken lassen. Mangels Erfahrungen sind auch Magen-Darm-Flora, Kaumuskulatur und andere Aspekte der Ernährung Kritikpunkte - wobei eine kombinierte Ernährung aus Soylent und konventionellen Mahlzeiten risikolos scheint.

Fazit: Einfach ausprobieren, für mich funktioniert’s!

Mittwoch, 4. März 2015

Schweinebraten Galore ...

... nicht ganz neu ist der Trend zu qualitativ hochwertigen Lebensmitteln oder des "Slowfood" im allgemeinen. Skandale um industriell gefertigte FastFood Produkte und eine Entfremdung vom Kochen als Event scheinen ein neues Interesse am natürlichen Geschmack und an überlieferten Rezepten zu wecken. Den heutigen Blogpost widme ich daher in der Kategorie "Essen & Trinken" dem "Pulled Pork".

Nun fragt sich mein Thüringer Leserkreis sicher, was an einer über Stunden gegarten Schweineschulter so besonders sein soll. Das Pulled Pork, entweder geräuchert oder in rauchiger Marinade zubereitet, wird bei niedriger Temperatur 6 bis 20 Stunden gegart, bis es mit zwei Gabeln einfach auseinander gezupft werden kann - die Aromen sind einfach unglaublich. Oft wird das Fleisch mit einer würzigen BBQ-Soße und einer fruchtigen Note kombiniert.

Pulled Pork als Burger ...

... wurde im Rahmen des zweiten Blog'n'Burger vom Chef des "Dampfschwein" serviert. Der Laden findet sich in der Dresdner Neustadt und hat sich ganz auf geräuchertes Fleisch, aber auch 2 vegetarische Alternativen spezialisiert. Geräuchert wird vor den Toren er Stadt und das Fleisch dann frisch im Laden fertig gegart. Die Würzmischung ist natürlich geheim, der besondere Kick ist hier aber die Apfelscheibe im Burger. Zusammen mit einem kühlen Bier eine echte Empfehlung.

PulledPork #bnbdd2 #Blog'N'Burger

Pulled Pork als Sandwich ...

... habe ich im Selbstversuch zubereitet. Die zwei Kilo Bio-Schweineschulter wurden mit einem besseren Grillgewürz, Estragon, Karotte, Zwiebel, Knoblauch und einem Liter Apfelsaft in einem Bratschlauch 20 Stunden (ja zwanzig!) im Ofen gegart. Das Ergebnis hat mich wirklich beeindruckt und das gesamte Fleisch war von den Aromen durchsetzt. Das Sandwisch selbst habe ich mit einer Erdnusssoße, einer BBQ-Soße, eingelegten Gurken, frischer Paprika sowie 150 Gramm Pulled Pork zubereitet.

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Pulled Pork mit einer Whiskeyglasur ...

... entdeckte ich überraschend auf der Karte des Rennsteighotels "Herrenberger Hof". Das Fleisch wurde butterzart über Eichenholz geräuchert und mit einer Whiskeyglasur verfeinert - das Aroma war frisch & würzig zugleich. Der Küchenchef hat definitiv Spass am experimentieren - ebenfalls eine Empfehlung!


Pulled Pork (again) | Recherche  für den Blog :-)

Rezepte findet ihr reichlich im Internet, für zuhause eignet sich der Bratschlauch insbesondere wegen der leichten und sauberen Handhabung.