Sonntag, 16. Juni 2013

Die Geschichte vom Drosselnetz ...

... nicht ganz neu ist die Kommunikation zu Planungen der Telekom bezüglich möglicher Volumengrenzen für den privaten Internetanschluss, wie wir sie aus dem Mobilfunk lästigerweise bereits kennen. Nun steht es jedem Unternehmen zu, Verträge nach gut dünken zu gestalten - keine Frage! Das Problem ist aber, dass wir eigentlich nur eine Leitung und einen Zugang zum Internet kaufen. Das Recht auf eine inhaltliche Prüfung zu Optimierungszwecken durch die Telekom ist konstruiert und die Begründung der Notwendigkeit aus meiner Sicht fingiert. So wie uns die Fernsehsender das Recht auf freie Programmwahl absprechen, folgt nun das gesteuerte Internet und Cindy aus Marzahn wird Programmdirektor. Ziel ist es, notwendige Investitionen in Infrastruktur so gering wie möglich zu halten. Einstmals von unseren Steuergeldern flächendeckend aufgebaut, ist das öffentliche Telekommunikationsnetz, und damit das Internet, nun der Spielball von Aktionären. Deren Interesse richtet sich nicht auf ein bestmögliches Netz, sondern lediglich auf die Gewinnprognose des aktuellen Quartals.

Kein geringerer als der Elektrische Reporter Mario Sixtus persönlich, zeigt in folgendem Film, welche Auswirkungen die geplanten Tarifänderungen der Telekom haben. Das kurze Erklärbär-Video darf frei geteilt werden und so möchte ich es euch nicht vorenthalten.



In den kommenden Jahren werden wir noch eine Vielzahl öffentlicher Infrastrukturgüter schmerzlich vermissen lernen, bevor eine verlorene Einsicht wieder ins Bewusstsein rückt: Privateigentum verpflichtet! Und geeignete Mittel zur Durchsetzung dieser Pflichten werden in einer aufgeklärten Wissensgesellschaft schnell umzusetzen sein, soll doch der Wähler das Kreuz an der richtigen Stelle setzen.

Dienstag, 4. Juni 2013

Und plötzlich ist alles ganz nah ...

... ganz unwirklich scheinen die Bilder im TV und lang zurück die Erinnerung an das Hochwasser der Elbe im Jahr 2002. Wie gewohnt geht das Leben abseits der Ufer weiter; Menschen sitzen im Büro, kaufen ein, trinken Kaffee und Touristen schlendern durch die Altstadt. Man muss näher kommen um die unglaubliche Natur zu sehen, die stille Kraft, die unvermeidlich zerstörerische Ausdauer des Wassers. Viele sind nach der Arbeit wie ich zu den Brücken gefahren um sich ein eigenes Bild zu machen und stehen nun andächtig und ungläubig an der Elbe. Viele Helfer sind im Einsatz und viele Freiwillige unterstützen die betroffenen vor Ort. Die Sandsäcke stemmen sich gegen die Flut und aus den Kellern wird unermüdlich Wasser nach oben gefördert. Ob sich diese rollende Wand überhaupt aufhalten lässt? Noch schnell ein Bild und ab nach Hause...

#Schillergarten #Hochwasser

... und mit einer Nachricht ist plötzlich alles ganz nah ...